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[mehr]Konzert - Die Dettinger spielten mit dem Könner eines außergewöhnlichen Instruments in der Stiftskirche.
»Für die Ermstalmusikanten ist es nicht alltäglich, dass sie einen Virtuosen höchsten Ranges begleiten dürfen«, betonte Matthias Beck, der das Konzert in der Dettinger Stiftskirche mitveranstaltete, die Besonderheit des Auftrittes am Samstagabend in der gut besuchten Stiftskirche. Der Schweizer Eufoniumvirtuose Ueli Kipfer gab sich die Ehre, zusammen mit den Dettinger Musikern zu konzertieren. Zusätzlich trat der Chor Vocal Affair auf und spielte Jacob de Haans »Missa Katharina«.
»Eufonium - das ist ein Begriff, mit dem nicht alle etwas anfangen können. Selbst viele Musiker wissen nicht genau, um was es sich bei diesem Instrument handelt«, erzählte Matthias Beck und erntete viel Kopfnicken aus dem Publikum.
Um das zu ändern, legten die Ermstalmusikanten, Ueli Kipfer und Metzingens Stadtmusikdirektor Bruno Seitz, der die musikalische Leitung des Abends übernahm, immer wieder kurze Pausen ein, in denen den Besuchern etwas über die gespielten Stücke oder die Musikinstrumente erzählt wurde.
Bedeutet wohlklingend
Das Eufonium, was auf griechisch so viel wie »wohlklingend« heißt, ist ein Blechblasinstrument, das zur Familie der Bügelhörner gehört und sich somit neben Instrumenten wie der Tuba oder dem Bariton einordnet. Bereits als kleines Kind war der Emmentaler Ueli Kipfer von dem Instrument so begeistert, dass er die zierliche Blockflöte gegen das große Blechblasinstrument eintauschte. Seine ersten musikalischen Erfolge damit konnte er im Alter von 15 Jahren feiern.
Preis in Montreux
Am Berner Konservatorium studierte er Eufonium im Hauptfach und erarbeitete sich 2001 ein Konzertreifediplom. Im gleichen Jahr gewann er den ersten Preis für Eufonium bei den European Brass Solo Championships in Montreux, was dem Titel eines Europameisters gleichkommt. Mit großem Beifall honorierte das Publikum das erfolgreiche Zusammenspiel des Schweizer Weltstars mit den Hobbymusikern aus dem Ermstal, den Dettinger Ermstalmusikanten. (tbö)
Quelle: www.gea.de