Sonderausstellung "Zum 100. Geburtstag des Trompeters Adolf Scherbaum"
Das 'Time Magazine' schrieb im Jahre 1962 über Scherbaum: "[...] perhaps the best classical trumpeter in Europe [...]". Lange Zeit galt er als der deutsche Trompeter schlechthin, dem nicht nur sein Publikum sondern auch seine Kollegen Anerkennung, Respekt und Bewunderung entgegen brachten. Maurice André wird auf die Frage, wer nach ihm der größte Trompeter sei, einmal zitiert: „Nach mir kommen viele, aber vor mir war Adolf Scherbaum [...]“.
Im Jahre 1909 in Eger geboren, studierte Scherbaum in Prag und Wien. Nacheinander wurde er Solotrompeter der Oper in Brünn, der Tschechischen Philharmonie, der Berliner Philharmoniker, der Slowakischen Philharmoniker in Bratislawa sowie des NDR Sinfonieorchesters.
Als Solist begleiteten ihn die bekanntesten Orchester der Welt, u. a. das Philharmonic Orchestra London, das Amsterdamer Concertgebouw Orkest, das Orchester Santa Cecilia Rom oder das Leipziger Gewandhausorchester. Er spielte unter der Leitung weltberühmter Dirigenten wie Furtwängler, Karajan, Klemperer, Knappertsbusch, Keilberth und Schmidt-Isserstedt, um nur einige zu nennen.
Bei aller solistischen Vielseitigkeit: Scherbaums Paradestück blieb das 2. Brandenburgische Konzert von J. S. Bach, das er mehr als 400 Mal in der ganzen Welt aufführte und auf 14 verschieden Schallplatten einspielte. Das wegen seines hohen Soloparts sehr riskante und gefürchtete Trompetenkonzert von Michael Haydn wagte außer ihm lange Zeit niemand live aufzuführen. Scherbaum war auch Professor an der Musikhochschule in Saarbrücken.
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