„Kleine Dorfwelten“ Zinnfiguren – Dioramen von Clemens Nißl zur Geschichte der Landwirtschaft
Vom 5. Februar bis 7. November 2010 zeigt das Deutsche Hirtenmuseum der Stadt Hersbruck die Ausstellung „Kleine Dorfwelten“. Dreißig Zinnfiguren-Dioramen von Clemens Nißl illustrieren unter anderem die Entwicklung der Agrargeschichte, vom Anfang des Ackerbaus, über die römische Landwirtschaft, die Bauernkriege und den Dreißigjährigen Krieg bis zum Beginn der Motorisierung in der Landwirtschaft. So schleppt in einem Guckkasten noch der Knecht sichtlich angestrengt einen schweren Sack in die Scheune zum Dreschen, während in einer anderen Szene bereits die Dreschmaschine vorgefahren ist.
Darüber hinaus gewährt die Ausstellung Einblicke in die bäuerliche Lebenswelt unserer Vorfahren mit ihren alltäglichen Sorgen und Nöten. Die Nachbarschaftshilfe beim Brand des Hauses ist ebenso en miniature dargestellt, wie die Schrecken der Bauernkriege oder der Ehestreit, der mit dem Besen ausgetragen wird. Aber auch die Idylle kommt nicht zu kurz, in anderen Guckkästen trotten Kühe über die Weide, Hühner scharren oder Kinder bauen einen Schneemann.
Die Dioramen, die Clemens Nißl seit rund 30 Jahren in liebevoller Kleinarbeit baut und mit hunderten, bis zu drei Zentimeter großen Zinnfiguren ausstattet, vermitteln in detailreichen Szenen Geschichten des dörflichen Alltags in Verbindung mit historischen Ereignissen.
In den „Kleinen Dorfwelten“ gibt es für Besucher jeden Alters viel zu entdecken! Wer möchte kann sich von einem Suchspiel durch die Ausstellung leiten lassen. Die Fragen verweisen von den in den Guckkästen dargestellten Alltagsszenen auf Gegenstände, die sich in der Dauerausstellung des Museum wiederfinden lassen. So können die Besucher das Museum aus einem neuen Blickwinkel erkunden.
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10.00 – 16.00 Uhr
Führungen nach Voranmeldung jederzeit.
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