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Afroton in Hessen, Asontaba in Ghana – eine nachhaltige Kooperation

Von: Michael Röttger



Produktion und Vertrieb von authentischen Trommeln und Percussion-Instrumenten aus Afrika
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Noch nie war afrikanisches Trommeln so populär wie heute. Afrikanische Musikinstrumente, „Made in Afrika“, mit hohem musikalischen Anspruch zu gleichzeitig attraktiven Preisen sind keine Selbstverständlichkeit. Hier leistet die Frankfurter Firma Afroton von Michael und Dasitu Kajela-Röttger seit über 20 Jahren Pionierarbeit.

„Es genügt nicht die Instrumente einfach in Afrika zu bestellen“, sagt Michael Röttger, der internationale Markt verlangt nach Qualität." Um gute Instrumente zu liefern, bedarf es vor allem einer engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und Hersteller. Ein gutes Beispiel ist hier die Initiative „Asontaba Cottage Industries Programs“, die soziale, kulturelle und ökologische Projekte in Ghana fördert. Dazu gehören auch die Ausbildung arbeitsloser Jugendlicher und die Vergabe von Kleinkrediten zur Existenzgründung.

Asontaba („Togetherness“) arbeitet hierzu eng mit dem „Ministry of Manpower, Youth and Employment“ in Ghana zusammen. Seit 2002 werden in Ghana viele Trommeln und Percussion-Instrumente für Afroton gefertigt. Am Anfang der Kooperation stand die Ausbildung der Hersteller, da einige der Instrumente nicht von ghanaischen Völkern gespielt werden.

Roland Agambire, Initiator von Asontaba, besuchte zu diesem Zweck mehrmals Afroton in Frankfurt. Jedes Instrument wurde ausführlich besprochen und Muster zur Verfügung gestellt. Die genauen Spezifikationen wurden schriftlich festgehalten, so dass die Handwerker in Ghana genau wissen, wie die Instrumente aussehen und klingen sollen. Umgekehrt reiste Familie Röttger nach Ghana, um die Produktionsstätten persönlich zu besuchen.

Asontaba steht Neuerungen sehr aufgeschlossen gegenüber. Neben traditioneller Handarbeit werden auch Maschinen zur Herstellung verwendet. Im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben Afrikas sind die Mitarbeiter fest eingestellt und genießen einen sicheren Arbeitsplatz mit verlässlicher Gehaltszahlung. Kinderarbeit gibt es nicht. Asontaba arbeitet zukunftsbewusst.

In Zusammenarbeit mit der ghanaischen Regierung begründete Herr Agambire ein Naturschutzprojekt. In der Volta Region Ghanas wurde Land von den Stammesältesten der Apesikubi geleast, um den Tropenwald wieder aufzuforsten. Die für den Trommelbau benötigten Baumstämme werden unter strenger Kontrolle geschlagen, worauf sofort neue Bestände gepflanzt werden. Der Schwerpunkt liegt auf dem relativ schnell wachsenden Twiniboa-Holz, aber auch andere Baumarten wie Odum, Iroko, Mahagoni und Niem werden kultiviert. Mittlerweile sind weit über 35.000 Bäume von Freiwilligen gepflanzt worden. Durch diese Initiative wird sinnvoller Naturschutz möglich, bei dem auch die einheimische Bevölkerung durch konkrete Resultate den nachhaltigen Umgang mit der eigenen Natur schätzen lernt.

Michael Röttger (www.afroton.de)


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